Pinterest und Immobilienvermarktung

von Boris Borchert

Pinterest ist derzeit die interessanteste neue Social Media Plattform am Markt.
Aufgeschreckt durch hohe Trafficzahlen fragt sich auch in Deutschland mittlerweile jeder Marketingexperte, ob eine Nutzung für ihn sinnvoll sein kann.

Was ist eigentlich Pinterest?

Kurz gesagt ist Pinterest eine Art virtuelle Bildergalerie, auf der Nutzer Bilder aus dem gesamten Web ihren  Freunden zeigen können. Zeitgleich kann ein Nutzer  Bilder anderer Nutzer nehmen um diese erneut an die eigene Pinnwand zu heften.
Das Geschäftsmodell von Pinterest besteht darin, in die Bilder einen Affiliate-Link einzubauen und somit direkt am Traffic von der Plattform zur Quelle des Bildes zu partizipieren. Damit hat Pinterest den Vorteil gegenüber anderen großen Trafficplattformen wie beispielsweise Tumblr, dass es bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell besitzt und nicht lediglich auf die Einbindung von Werbung angewiesen ist.

Gleichzeitig hat Pinterest natürlich bei der massiven Verwendung der Nutzer von fremden Bildinhalten ein ungelöstes Copyright-Problem.

Immobilienvermarktung über Pinterest

Pinterest funktioniert als Trafficbringer für bestimmte Unternehmen, zumindest im englischsprachigen Raum. Für Deutschland und den deutschsprachigen Raum ist die Nutzergemeinde noch deutlich kleiner und es gibt bisher keine mir bekannten aussagekräftigen Zahlen.
Generell haben die Unternehmen, für die Pinterest als Trafficbringer funktioniert, einige Merkmale gemeinsam.
Es handelt sich um Unternehmen, die stark mit eigenen visuellen Inhalten arbeiten. Es ist wie eigentlich immer im Netz: Was hübsch, interessant oder cool aussieht, wird geteilt (die unappetitlichen Sachen lassen wir hier mal außen vor). Dabei ist die Nutzergruppe von Pinterest zu einem sehr großen Teil weiblich. Eine amerikanische Studie kommt auf einen weiblichen Nutzeranteil von rund 80%.

Wenn also Unternehmen wie Mode- oder Makeup-Hersteller gute Karten bei Pinterest besitzen, heißt das nicht, dass Immobilien keine Chance besitzen. So schafft es das Bild eines Porzellan-Waschbeckens eines Nutzers beispielsweise auf 435 likes und 2304 repins. Je ungewöhnlicher ein Detail der Einrichtung oder die Architektur der Immobilie, desto besser. Die Qualität des Fotos spielt auch eine große Rolle. Schlechte Fotos haben bei Pinterest keine Chance, weiter geteilt zu werden.

Gleichzeitig sollte man bedenken, ob Jemand, der sich ein schönes Foto von einem Traumhaus ansieht, dieses auch kaufen möchte, d.h. ob der traffic, der durch Pinterest generiert werden kann, bei hochpreisigen Angeboten, wie einer Immobilie, konvertiert.
Manchen ist dies egal. Ihnen geht es um den Suchmaschinenoptimierungsaspekt von Pinterest. Da der ursprüngliche Link des Bildes und damit die Quelle, beim repin, wenn auch durch den eingefügten affiliate-code verändert,  erhalten bleibt, kann eine Verbreitung theoretisch Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptmierung haben. Es wird sogar bereits für den Bereich Immobilien empfohlen. Ob es wirklich etwas bringt, wird man allerdings nur durch Ausprobieren feststellen können.

Klar sollte sich vor allem Jeder sein, dass ein Engagement bei Pinterest Zeit und Arbeit erfordert. Insbesondere, wer bisher keine qualitativ hochwertigen Fotos von seinen interessanten Immobilien besitzt, muss hier viel Arbeit investieren. Wer Beides nicht im Überfluss übrig hat, sollte bei seinen Marketing-Aktivitäten im Bereich Immobilien wohl zunächst andere Schwerpunkte setzen.

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One Response to Pinterest und Immobilienvermarktung

  1. Sean Luna says:

    Pinterest is the future !

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